7 typische Fehler bei der ersten Wohnmobil-Tour

Freiheit, Spaß und Abenteuer erleben – dafür steht der Urlaub mit dem Wohnmobil. Damit nichts schief geht, haben wir von WOBI nachgeforscht: Was sind typische Fehler bei der ersten großen Tour? Hier verraten wir die Fallen, in die Wohnmobil-Einsteiger gerne tappen.

Fehler 1: Das falsche Wohnmobil mieten

Camping bedeutet Urlaub auf engem Raum – aber nicht, wie in einer Sardinenbüchse zu leben. Mama, Papa, der ganze Nachwuchs, dazu noch der Familienhund – ist das Wohnmobil zu klein, dauert es nicht lange bis zum ersten großen Krach. Faustregel gegen hohen Blutdruck: Es sollte immer ein Sitzplatz mehr vorhanden sein als Mitfahrer.

Bei einer vierköpfigen Familie sollte also auch eine fünfte Person bequem mit am Tisch sitzen können. Ideal für die größere Besatzung: Ein Alkoven-Modell – oben kann sich der Nachwuchs fläzen, unten haben Sie Ihre Ruhe. Mehr Raum haben auch Wohnmobile mit Hubbett – die Matratze verschwindet tagsüber in der Decke über der Sitzecke. Nachteil: Mit der Skatrunde ist Schluss, wenn ein Mitspieler ins Hubbett gehen will – einmal abgelassen gibt’s darunter kaum noch Platz.
Oder sind Sie nur zu zweit und wollen viel erkunden? Das wiederum wird mit einem Dickschiff schwer. Es sei denn, Sie legen bei der Altstadtbesichtigung Wert auf ein Hupkonzert beim mühevollen Rangieren. Wenn Sie als Nomade mobil und flexibel sein wollen, ist weniger Wohnmobil häufig mehr – und schont die Nerven beim Fahren.
Wie sich die einzelnen Reisemobil-Typen unterscheiden, lesen Sie im Artikel „Welcher Camper passt zu mir“.

Fehler 2: Zu schwer unterwegs

Ein Autobahnparkplatz bei Kufstein. Polizisten haben eine Wiegestation aufgebaut und winken Wohnmobile heran. Ergebnis: Jedes dritte Reisemobil ist überladen – nun drohen empfindliche Strafen: Zwischen 36 und 2180 Euro ist der Bußgeld-Regelsatz in Österreich. Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern wird es für zu schwere Camper teuer. Halten Sie also das maximal zulässige Gesamtgewicht des Reisemobils ein – oder specken Sie ab. Warum beispielsweise mit einem vollen Wassertank losfahren, der dann alleine schon bis zu 120 Kilogramm wiegt? Nur bis zur Hälfte gefüllt reicht auch – niemand wird verdursten, an vielen Tankstellen und auf allen Campingplätzen ist Wasser zapfen problemlos möglich. Bei WOBI – Das fairCamper-Portal sehen sie schnell, welches Gesamtgewicht Ihr Traumcamper haben darf: Diese Angaben finden Sie unter „Technische Details“ in der Fahrzeugbeschreibung. Wenn Sie trotzdem unsicher sind: Fahren Sie mit dem gepackten Wohnmobil zu einer Wiegestation des TÜV – und lassen dort gegen geringe Gebühr das Gesamtgewicht ermitteln. Adressen und Öffnungszeiten erfahren Sie z.B. hier.

Fehler 3: Falsch gepackt

Behalten Sie bei Ihrer ersten Wohnmobil-Reise im Hinterkopf: Es ist vieles neu und dauert länger. Etwa beim Packen: Was kann mit und was bleibt hier, wo soll man die Dinge deponieren, und wer hat jetzt die Kamera/Sonnenbrille/Schlüssel gesehen? Stress ist mit den Händen zu greifen, wenn der gebuchte Campingplatz heute Abend schon erreicht sein muss oder der Countdown für die Fähre schon läuft, die Sie noch erwischen müssen, Sie aber den Camper gerade erst geholt haben und noch immer hektisch einräumen. Entspannender: Das Wohnmobil schon am Vortag abholen und dann Zum entspannten Reisen im Wohnmobil gehört auch das gut geplante Packenbereits beginnen. Und zwar mit einer Packliste. Ohne sie wird man garantiert wichtige Dinge vergessen. Oder wollen Sie später auf der Wohnmobil-Toilette feststellen, dass nur noch drei Blatt Papier auf der Rolle sind?

Fehler 4: Der falsche Campingplatz

Abends zirpen nur die Grillen, die Meeresbrandung ertönt leise, es herrscht Ruhe und Beschaulichkeit. Dachten Sie. Stattdessen entpuppt sich der Campingplatz als tobendes Vergnügungsparadies. Informieren Sie sich vorab über den Platz – sonst drohen böse Überraschungen: Bello ist mit an Bord? Da wird er bleiben müssen, auf dem Platz herrscht Hundeverbot. Endlich Würstchen brutzeln? Sie nicht, Ihr Holzkohlengrill ist hier verboten. Dann eben fürs Abendessen zum Fischerdörfchen spazieren? Wenn man einen langen Fußmarsch mag. Das Internet hilft: Fast alle Campingplätze haben heute eine Homepage mit Platzordnung, Preisen und der Entfernung zum nächsten Ort.
Oder noch besser: Nutzen Sie die WOBI Campingplatzsuche mit über 23.000 Campingplätzen in ganz Europa und 112.000 Bewertungen. Und schauen Sie alles einmal aus der Luft an: Google Earth deckt auf, ob der Platz tatsächlich im malerischen Pinienwald liegt oder direkt neben dem örtlichen Steinbruch. Mit einem virtuellen Flug über den Platz lässt sich auch checken, ob es genügend Schattenplätze mit Bäumen gibt, sollten Sie darauf Wert legen.
Welcher Campingplatz zu Ihnen passt, erfahren Sie in diesem Artikel im Wohnmobil-Magazin.

Fehler 5: Die Urlaubskasse aus dem Fenster werfen

Manche Fehler gehen richtig ins Geld. Beispiel: Tanken. An der Autobahn ist das die teuerste Lösung, die Tankstelle im Umland ist dagegen zehn Cent pro Liter günstiger. Haben Sie ein Navigationsgerät? Viele Geräte können Tankstellen in der Umgebung anzeigen und leiten ihr Wohnmobil bequem dorthin. Vielleicht verbinden Sie den Tank-Ausflug dann gleich mit einem Abendessen und sparen so die Übernachtungskosten auf einem teuren Campingplatz: Freundlich den Gastwirt fragen, ob man bis zum nächsten Tag stehen darf – die meisten sagen ja, und ein leckeres Frühstück ist vielleicht auch noch drin. Frisch gestärkt dann die Überlegung, ob es im Ausland wirklich auf der Autobahn mit Mautgebühren oder Vignettenpflicht weitergehen soll. Häufig bietet der Weg via Landstraße eine Alternative, etwas länger, dafür aber mit einer wunderschönen Aussicht und der Möglichkeit von spontanen Stopps. So wird schon die Anreise zum Ferienort zum Camping-Erlebnis.
In unserer Magazin-Serie „Sparsam reisen im Wohnmobil“ finden Sie noch viele weitere Tipps und Tricks für Sparfüchse.

Fehler 6: Ohne Zusatzversicherung unterwegs

BUMMS! Plötzlich war der Poller näher als gedacht und der Lack ist zerkratzt. Aber das Wohnmobil ist ja vollkasko-versichert, also alles kein Problem? Ein Trugschluss, dem viele Wohnmobil-Einsteiger erliegen: Die Selbstbeteiligung, die Sie als Kaution beim Vermieter bei der Abfahrt hinterlegt haben, ist jetzt weg – zwischen 500 und 1500 Euro lösen sich in Luft auf. Wir von WOBI raten daher zum Abschluss einer Kautionsversicherung: Sie übernimmt im Schadensfall die Selbstbeteiligung – und das schon ab 8,90 € pro Tag.

Ein typischer Fehler bei der Wohnmobil-Tour: Fehlender Versicherungsschutz der Wohnmobil-Einsteiger

Und auch das kann passieren: Kamera-Ausrüstung, Handy, Laptop werden aus dem Wohnmobil gestohlen. Trugschluss auch hier, dass die Hausratsversicherung reguliert. Sie haftet nicht für Gegenstände in Fahrzeugen, so Gerichtsurteile. Daher ist eine Inhaltsversicherung sinnvoll, sie erstattet dann bis zu einem festgelegten Betrag. Und was ist, wenn Sie plötzlich krank werden und müssen früher zurück? Normalerweise ist dann trotzdem der volle Mietpreis fällig – es sei denn, Sie haben eine Mietabbruch-Versicherung.
Unser Service: Wir haben alle sinnvollen Zusatzversicherungen in einem Paket gebündelt – informieren Sie sich hier über das Urlaubs-Schutz-Paket.

Fehler 7: Falsches Benehmen auf dem Platz

Das gibt es auch: Der Camping-Knigge. Die ungeschriebene Platzordnung, die für viele Wohnmobil-Einsteiger völlig fremd ist, sorgt für das gute Miteinander. An die sich leider nicht jeder hält: Alle Camper stehen in derselben Richtung, haben also die Tür zur selben Seite. Nur Ihr neuer Nachbar parkt entgegengesetzt. Jetzt können Sie sich draußen gegenseitig auf die Teller starren und die Privatsphäre ist dahin. Auch bei den sogenannten Kuschelcampern: Die fahren noch in die kleinste Lücke – Markise ausfahren klappt nicht, stattdessen kann man sich durch die Fenster gute Nacht sagen.
Und am Morgen? Starten Sie in der Frühe ohne Trara: Türen leise schließen, gerade bei Vans mit Schiebetüren und blechernem „Ratsch-Bumm“. Keine Rufe nach Ehegatten, Kindern, Hund. Und auch der Diesel muss nicht nagelnd laufen. Nehmen Sie Rücksicht – Sie erwarten das ja auch. Besonders in puncto Sauberkeit: Die Klobürste steht nicht zum Spaß herum, und im Waschhaus nach dem Duschen gerne den Abzieher benutzen, für trockene Socken Ihres Nachfolgers. Zurück zum Wohnmobil bleiben Sie auf den Wegen – und werden nicht zum verrufenen „Parzellenlatscher“, der über fremdes Terrain abkürzt. Noch ein wichtiger Punkt: An den Entsorgungssäulen gibt es häufig zwei Schläuche: Einer zum Ausspülen des Toiletteninhalts, der zweite zum Frischwasser-Zapfen. Eine Verwechslung wäre fatal, für Sie und alle anderen.
Eine gesunde Portion Rücksichtnahme und gegenseitiger Respekt machen das Miteinander auch auf engstem Raum ganz einfach.

Also jetzt nichts wie los, zur ersten Tour mit einem Wohnmobil: Buchen Sie jetzt Ihren persönlichen Camper – auf WOBI, dem fairCamper Portal!

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