Stellplatz oder Campingplatz?

Diesmal wird es anders: Keine Betten, die auseinanderfallen, kein Hochhaus, das den Meeresblick versperrt. Statt Hotelurlaub machen Sie sich Ihre Ferien selbst – und mieten sich mit WOBI – Das fairCamper Portal ein Wohnmobil. Und stellen sich die Frage: Wo soll denn das kleine Häuschen stehen: Auf einem Campingplatz – oder reicht auch ein einfacher Wohnmobil-Stellplatz? Diese Wahl unterscheidet sich, je nachdem, wie Sie Ihren Urlaub gestalten: Länger an einem Ort – oder alle paar Tage weiter?

Letzteres kann auf einem Campingplatz zur Geduldsprobe werden: In die Rasenparzelle zum Abstellen geht’s nur kompliziert und rückwärts rein? Also erstmal ordentlich hin und her rangieren, interessiert beobachtet von den Nachbarn links und rechts.

Und wenn der Wagen dann endlich steht – ach nee: Der ist ja völlig schräg. Also Keile unterlegen. Es sei denn, Sie möchten wie seekrank durch den Camper stapfen. Und all das für eine Nacht auf dem Campingplatz – denn morgen soll’s ja weitergehen.

Stellplatz: Ideal zum Zwischenstopp

Umgekehrt der asphaltierte, ebene Stellplatz: Aber auf dem Stellplatz lange ausschlafen? Nur mit Ohrenstöpseln. Ihr Nachbar gehört garantiert zu der Sorte Frühaufsteher, die vor der Abfahrt ihren Diesel nagelnd warmlaufen lassen, um dann aus der Parkfläche zu quietschen – übertönt von strengen Auspark-Kommandos der Beifahrerin. Doch Sie können beiden gar nicht böse sein – ein Wohnmobil-Stellplatz ist für Ruhe und Camping-Atmosphäre gar nicht da. Sondern für die schnelle An- und Abreise rund um die Uhr. Reservieren können Sie einen Stellplatz daher meist nicht. Der Aufenthalt ist kurz, maximal drei Nächte – ein Stellplatz ist ideal für den Zwischenstopp ins Urlaubsgebiet oder Besichtigungen in der Nähe.

Günstige Übernachtung auf dem Stellplatz

Und das ist – wenn es nicht sogar ein kostenloser Stellplatz ist – günstig: Im Durchschnitt zahlen Sie in Deutschland um die fünf Euro pro Nacht – und zwar meistens an einen Automaten, oder ein Kassierer kommt vorbei. Eine Rezeption, an der man sich an- und abmelden müsste, gibt es auf dem Stellplatz nicht – dafür aber eben auch nicht die warmherzige Platzbetreiberin am Empfangstresen mit Insidertipps fürs Abendessen. Apropos: Ihren Klapptisch fürs Essen können Sie auf dem Stellplatz meist nicht auspacken – es gibt häufig keinen Platz dafür. Gerade ein Stellplatz in der Nähe von historischen (Alt)Städten ist an den Wochenenden sehr begehrt, die Wohnmobile stehen kuschlig eng aneinander. Auch ein Grund dafür, warum der Aufbau von Zelten, auch Vorzelten, auf dem Stellplatz nicht erlaubt ist.
Tja, und wie jetzt einen Stellplatz finden? Es gibt gute Stellplatzführer online, z.B. hier. Auch einige Apps sind für Android oder iPhone zu bekommen, etwa vom ADAC.  Aber es geht auf die altmodische Art: Rufen Sie doch einfach mal beim örtlichen Fremdenverkehrsamt an. Die Mitarbeiter freuen sich, wenn Sie deren Region besuchen – und rücken mit Tipps für einen gut gelegenen Stellplatz für die Übernachtung raus, den Sie so im Internet nicht gefunden hätten.

Strom und Entsorgung per Automat auf dem StellplatzUrlaub im Wohnmobil: Campingplatz in den Bergen

So, und jetzt machen wir es uns auf dem Stellplatz endlich gemütlich: Fernseher an, und dazu ein kühles Blondes. Und jetzt sollten wir auch einmal darüber sprechen: Es muss ja später irgendwo hin. Auf dem Stellplatz in die eigene Toilette – Sanitäranlagen finden Sie dort nicht immer. Dafür Entsorgungs-Stationen, wo der Inhalt der Kassette, Abfall und Abwasser problemlos verschwindet, Frischwasser zapfen können Sie dort auch. Funktioniert auf dem Stellplatz meist per Automat und Geldeinwurf. Und damit die Mattscheibe nicht mitten im Krimi plötzlich duster wird, gibt’s bei vielen Stellplätzen Stromanschlüsse, ebenfalls mit Energie per Münze.
Später noch unter die warme Dusche – aber Ihr Camper hat keine? Kein Problem, fahren Sie auf einen sogenannten Comfort- Stellplatz, auch Wohnmobilhafen genannt: Sie sind ausschließlich Reisemobilen vorbehalten, verfügen über Waschhäuser und Duschen, bieten häufig unbegrenzt Strom, TV-Anschluss, sogar WLAN und nähern sich in der Ausstattung bereits Campingplätzen an.

„Quick-Stop“ auf dem Campingplatz

Stehen nur für eine Nacht wie auf dem Stellplatz ist – gerade in der Ferienzeit – auf dem Campingplatz nur selten möglich. Und lohnt sich auch nicht: Der Kurzzeit-Camper zahlt Dinge mit, die er vielleicht gar nicht braucht, wenn die unter Mühen erreichte Parzelle am nächsten Morgen verlassen wird. Nicht ohne vorher natürlich wieder alles in den Wagen zu verfrachten. Mancher Campingplatz, gerade im Ausland, bietet daher einen sogenannten „Quick-Stop“-Aufenthalt, günstigere Übernachtungsstellen vor dem eigentlichen Campingplatz, geöffnet auch in der Nacht. Toiletten- und Duschen des Campingplatzes dürfen Sie benutzen. Einen Schlüssel dafür gibt’s in der Regel nicht mehr: Sanitäranlagen öffnen sich per Karte oder speziellem Armband – einfach an die Türe halten.

Campingplatz: Für den längeren Aufenthalt

Weil der Campingplatz zum längeren Erholen die Wahl ist, hat er feste Ruhezeiten. In der Nacht, aber auch in den Mittagsstunden. Eine Schranke macht dann den umzäunten Campingplatz für den Verkehr dicht. Und spätestens jetzt können wir sie schon hören, die Rufe Ihrer Rasselbande: „Was sollen wir denn dann jetzt machen!?“ Keine Sorge, mancher Campingplatz bietet sogar Kinder-Animation und Freizeit-Kurse an, für die Eltern gibt’s dann Wellness oder organisierte Touren. Tisch und Stühle rausgestellt, jetzt soll endlich der neue Grill angefacht werden. Und da ist er, der Ärger…: „Wer hat denn schon wieder die Würstchen zu Hause vergessen???“ Nur die Ruhe! Fast jeder Campingplatz hat eine Einkaufsmöglichkeit, die Großen sogar einen richtigen Supermarkt. Dazu noch Eisdiele, Pizzeria oder Bar, Service für frische Brötchen am Morgen – für wochenlange, ungezwungene Ferien mitten im Grünen. Das ist begehrt – reservieren Sie in den Ferien gerade bei einem großen und bekannten Campingplatz vorher.
Vorzelt aufbauen, Outdoor-Küche aufstellen, vielleicht noch ein Zelt für den Nachwuchs – all das ist dann auf dem Campingplatz kein Problem. Der Preis der Parzelle richtet sich nach der Größe und nach der Lage – je näher etwa zum Wasser, umso teurer. Ab 25 Euro sind Sie zu zweit dabei, mit dem Doppelten müssen Sie bei einem Campingplatz mit vierUrlaub im Wohnmobil: Stellplatz unter blauem Himmel oder fünf Sternen rechnen.

Luxus: Campingplatz mit Privat-Toilette

Standard ist beim teureren Campingplatz der Gas-Anschluss an der Parzelle. Ausgesprochen sinnvoll, wenn in der kühleren Jahreszeit geheizt werden muss. Denn auch der Verfasser dieses Artikels hat es schon erlebt: Schlotternd mitten in der Nacht an irgendwelchen Klappen herumzuhantieren, weil die leere Gasflasche gewechselt werden will. Und wer es auf dem Campingplatz dann ganz stressfrei mag: Der hat dann auch mit der Entsorgung nichts mehr am Hut – sondern mietet sich seine private Toilette und Umkleide im Waschhaus, ideal für Familien mit Kindern.

WLAN auf dem Campingplatz

Von den Kleinen werden Sie übrigens spätestens ab dem dritten Tag nicht mehr viel sehen: So schnell, wie sie mit ihren neuen Freunden den Campingplatz erkunden – und Sie mal Zeit für sich selber haben. Emails checken? WLAN ist inzwischen auf fast allen Plätzen verfügbar, aber immer noch vergleichsweise teuer. In Deutschland kostet der Zugang pro Tag auf dem Campingplatz meist um die drei Euro, Wochenpässe sind günstiger. Im Ausland, und wenn Sie länger bleiben, lohnt sich der Kauf einer Sim-Karte eines dortigen Telefonanbieters, meist in jedem Kiosk erhältlich.

Also: Diesmal anders wegfahren. Ob auf den Stellplatz zur Stadtbesichtigung – oder länger auf dem Campingplatz. In unserem Portal finden Sie Ihr passendes Wohnmobil zur Miete. Und wir stehen Ihnen mit Tipps und Ratschlägen zu Seite. Auf WOBI – das fairCamper Portal: Mit uns starten Sie informiert.

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